Verstehe die Such-Intention deiner Zielgruppe - Bernhard Jodeleit
Person recherchiert im Internet

Verstehe die Such-Intention deiner Zielgruppe

Es ist wichtig, dass Besucher, die über Suchmaschinen deine Website finden, dort passende Antworten und Lösungen erhalten. Nur mithilfe technischer Maßnahmen immer mehr Inhalt zu produzieren, hilft dir nicht langfristig. Relevanz ist der Schlüssel zu mehr organischer Sichtbarkeit.

Relevanz bedeutet, dass Menschen, die deine Inhalte finden, tatsächlich von denselben profitieren. Daher musst du verstehen, was die Intention der Personen ist. Wer durch Eingabe eines Suchbegriffs bei Google, Bing oder anderen Suchmaschinen auf deiner Website landet, möchte eine Antwort. Die Person ist potentiell an deinem Wissen oder deiner Expertise interessiert.

Fokussiere dich auf den Nutzen deiner Inhalte

In den Ergebnislisten von Suchmaschinen sichtbar zu sein, ergibt nur Sinn für dich, wenn du auch etwas beizutragen hast. Die Intention der Suchenden muss auf deiner Website mit Nutzwert befriedigt werden. Dieser Nutzen kann darin bestehen, dass du Wissen weitergibst. Der Nutzen kann auch darin bestehen, dass dein Website-Besucher erfährt: Du hast die Lösung und bist bereit, für weitere Fragen zur Verfügung zu stehen.

Das bedeutet: Deine Inhalte sollten entweder konkrete Lösungen darstellen oder deine Kompetenz und Ansprechbarkeit dokumentieren. Dann werden deine über Suchmaschinen auf deine Website kommenden Interessenten möglicherweise zu Kontakten. Sie kontaktieren dich per E-Mail oder über dein Kontaktformular. Sie abonnieren unter Umständen deinen Newsletter. Sie werden zu sogenannten “Leads”, also zu konkreten Interessenten.

“Search Intent” zu verstehen ist die Basis für SEO

Optimierst du deine Website auf Auffindbarkeit über Suchmaschinen, solltest du daher die Such-Intention im Blick behalten. Der Fokus auf den sogenannten “Search Intent” ist viel wichtiger als jede andere Taktik für organische Sichtbarkeit. Suchmaschinen versuchen, ihren Endnutzern möglichst hilfreich zu sein. Bedeutet: Stellt die Suchmaschine fest, dass Nutzer auf deine Website kommen und dann sofort enttäuscht den “Zurück”-Button ihres Browsers zu betätigen, schadet das deiner Reputation. Die Suchmaschine bemerkt, dass du lediglich um Aufmerksamkeit buhlst, den Recherchierenden aber keinen Mehrwert bietest.

Was passiert, wenn dir die Such-Intention deiner Website-Besucher egal ist? Dann werden deine guten Rankings in den Suchergebnissen nicht nachhaltig sein. Die Suchmaschine stellt fest, dass deine Inhalte die Such-Intention der Recherchierenden nicht befriedigen. In der Folge wird sich deine Position in den Suchergebnissen verschlechtern. Zudem bleibst du bei den Personen, die dich gefunden haben, nicht in guter Erinnerung. Schließlich hattest du ihr Problem nicht gelöst.

So stellst du fest, ob du den “Search Intent” befriedigst

Wie kannst du feststellen, ob deine Inhalte die Such-Intention deiner Website-Besucher zufriedenstellen? Analysiere genau das Verhalten der Nutzer. Schau dir an, wie lange die Menschen auf deiner Homepage oder auf deinem Beitrag lesen. Checke, ob sie nach dem Lesen des Beitrags sofort wieder weg sind. Ist es dir gelungen, Interesse zu wecken? Dann schauen sich die Leser eventuell noch weitere Beiträge an. Ein gutes Zeichen ist es auch, wenn deine “Über-Mich-Seite”, deine Kontaktdaten oder dein Kontaktformular aufgerufen werden.

Nicht so gut sieht es aus, wenn du viele Besucher aus der organischen Suche verzeichnest, die “bouncen”. Das bedeutet: Ein Besucher kommt auf deine Website. Er bleibt nur wenige Sekunden. Danach ist er wieder weg. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes “Bounce”. Es gibt auch einen Indikator, die Bounce Rate. Sie drückt prozentual aus, wie viele von 100 Besuchern direkt wieder weg sind.

Die Bounce Rate betrachte bitte als relativen Messwert

Eine hohe Bounce Rate ist eher negativ zu bewerten. Allerdings solltest du bei der Beurteilung der Bounce Rate vorsichtig sein. Blogs oder News Websites haben höhere Bounce Rates. Sehr spezialisierte Websites, auf denen Fachinformationen gesucht werden oder konkrete Daten, haben niedrigere Bounce Rates. Es ergibt daher keinen Sinn, die Bounce Rates völlig unterschiedlicher Websites untereinander zu vergleichen.

Die Bounce Rate kannst du eher als einen relativen Indikator betrachten. Vergleiche die Bounce Rate auf unterschiedlichen Seiten innerhalb deiner Website. Versuche zu verstehen, was die Menschen zu den Inhalten geführt wird. Überlege dir, ob sie gleich wieder weg waren, weil sie die gewünschte Info gefunden haben und happy waren. Oder ob sie auf deine Website kamen und dann frustriert den Zurück-Button geklickt haben, um das nächste Suchergebnis aufzurufen.

Nur so können dir Daten wie die Bounce Rate weiterhelfen. Du musst diese Leistungsdaten nicht als absolutes Urteil verstehen. Betrachte sie als wertvolle Information und als Anregung.

Versuche, mit deiner Website hilfreich zu sein

Dein Ziel muss sein, deinen Website-Besuchern zu helfen. Das ist Ausgangspunkt für alle weiteren Maßnahmen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung.

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