Google Analytics, Google Search Console und andere Datenquellen integrieren - Bernhard Jodeleit
Grafik zeigt Personen bei der Datenanalyse

Google Analytics, Google Search Console und andere Datenquellen integrieren

Google Analytics zeigt, wie viele Nutzer wie lange auf welcher Seite deiner Website waren. Google Search Console verrät, wie der Crawler der Suchmaschine deine Website sieht. Du erfährst, welche Position du bei Google zu welchen Suchbegriffen hast, welche Links auf deine Inhalte verweisen, ob deine Sitemap richtig aufgebaut ist und vieles mehr. Die Grundlage für jegliche Aktivität im Bereich SEO. SEO steht für Search Engine Optimization, also: Suchmaschinenoptimierung.

Kanalübergreifende Auswertung von “Paid” und “Organic”

Doch nicht nur die Suchmaschinen sind für deine Akquisition von Websitebesuchern, Leads und Kunden interessant. Auch die Leistungsdaten deiner Kampagnen bei Google Ads, Facebook und anderswo solltest du im Blick behalten. Denn wünschenswert ist eine kanalübergreifende Auswertung. So kannst du entscheiden, wo du in Ads investierst und wo in die Produktion hochwertiger Inhalte. Letztere ersparen dir potentiell Ausgaben für Werbeanzeigen. Wenn du organisch in den Ergebnissen von Suchmaschinen wie Google, Bing et al. gefunden wirst, musst du weniger für bezahlte Reichweite ausgaben.

Im Unternehmensalltag herrscht jedoch häufig Silodenken. Eine Person ist für “Paid” zuständig, eine andere Person für “Organic”. Im schlimmsten Fall herrscht zwischen diesen Personen latenter Wettbewerb. Das verhindert die Entwicklung übergreifender, erfolgsorientierter Strategien für Online-Reichweite.

Grafik zeigt sechs Personen bei der Datenalayse
Herausforderung bei der Analyse deiner Kampagnen: Es gilt viele Leistungsdaten zusammenzuführen und vergleichend zu betrachten.

Wäre es nicht gut, die Performance, sämtliche Kennzahlen auf einen Blick zu sehen? Wie das funktioniert, erfährst du in diesem Abschnitt.

Die Ausgangslage sieht so aus: Impressionen, Klicks, Conversions, die Kosten für deine Facebook-Kampagnen: All das gehört in ein ordentliches Reporting. Doch als Website Manager kommst du schnell ins Schwitzen, sobald Chefin oder Chef dich um eine übersichtliche Darstellung bitten.

Screenshots zusammenstellen ergibt kein strategisch wertvolles Reporting

Ich habe früher auch oft einfach ein paar Screenshots aus Analytics und Search Console in eine Präsentation geklatscht. Kann man machen, ist aber ein Arbeitsaufwand. Du musst die Informationen, womöglich noch zu mehreren Websites, immer wieder neu abfragen, Website für Website, Konto für Konto.

Wenn du die Datenansichten verwendest, die dir beispielsweise Google und Facebook bieten, kannst du deine Fortschritte zwar überprüfen. Doch dir fehlt die Übersicht. Du hast nicht den einen Bericht, der dir alle Metriken auf einmal zeigt. Als Webmaster willst du aber wissen, wo du die richtigen Besucher findest, ob sich deine Kampagnen lohnen. Wo kannst du Geld für Kampagnen einsparen, indem du häufiger in der organischen Suche angezeigt wirst?

Ein Tool namens Supermetrics erlaubt dir, deine Website-Metriken mit Daten aus Google Ads, Facebook Ads und anderen Plattformen zu verknüpfen.

Symbolgrafik: mit Supermetrics mehrere Datenquellen zusammenführen

Das geht relativ leicht. Wenn du so vorgehen möchtest wie ich im folgenden Beispiel, benötigst du ein Google-Konto.

Dann gehst du auf die Website von Supermetrics und meldest dich an. Nachdem du die Supermetrics-Erweiterung aktiviert hast, kannst du im Excel-Pendant von Google, das heißt Google Sheets, unter Addons die Supermetrics Sidebar starten.

So fügst du Metriken kanalübergreifend automatisch zusammen

Nach kurzer Ladezeit wird sie angezeigt. Du verbindest deine Konten bei Anayltics, Search Console, Google Ads und all den weiteren Plattformen, die für deinen Traffic relevant sind. Anschließend wählst du die Metriken aus. Du kannst alle Datenquellen hinzufügen, die du möchtest. Oft ist es sinnvoll, dass man verschiedene Daten verknüpft oder filtert. Das ist kein Problem. Jeder denkbare Drilldown ist möglich. Du kannst deine Daten sortieren, filtern, miteinander ins Verhältnis setzen und am Ende visualisieren.

Reporting-Rohdaten mit Formeln und bedingter Formatierung veredeln

Die Daten können wir in eine Tabelle laden, um sie mithilfe von Formeln oder beispielsweise bedingten Formatierungen weiterzuverarbeiten.

Danach kannst du Diagramme daraus machen, direkt innerhalb deines Spreadsheets. Oder du lädst die Daten direkt in ein Diagramm. Das ist Geschmackssache. Das Diagramm kannst du anschließend in Google Slides, das ist das Powerpoint-Pendant von Google, zu einer Präsentation hinzufügen. Die Präsentation stellst du dann entweder online zur Verfügung, indem du sie freigibst und einen Link verschickst, oder du lädst sie als PDF oder Powerpoint herunter.

Probleme gibt es dabei so gut wie nie. Ich bin schon seit Jahren Benutzer des Tools. Ich nutze es für all meine Seiten und viele Kunden.

Reporting Dashboard im einheitlichen Corporate Design mit voller Kontrolle

Den höchsten Nutzen haben Personen, die Eigentümer von oder Dienstleister für viele Websites und Social-Media-Kanäle sind. Einerseits sparst du viel Zeit. Zudem gestaltest du mit voller Gestaltungsfreiheit ein Dashboard, das auch gut aussieht. Das Werkzeug ermöglicht dir, dein Reporting einheitlich im Corporate Design deines Unternehmens oder deiner Kunden zu präsentieren. Es passieren keine Fehler bei der Übertragung von Daten, denn die kommen direkt über die Schnittstelle. Copy and Paste brauchst du nicht.

Automatisiere deine Keyword-Recherche

Zudem gibt es eine große Anzahl an Vorlagen für supermetrics-basierte Berichte. Etwa Vorlagen, mit denen du deinen organischen Traffic prüfen kannst. Mithilfe des Tools kannst du auch viel leichter Keyword-Analysen machen. Du kannst deine Keyword-Recherche automatisieren, umfassende Backlink-Analysen durchführen. Als fortgeschrittener Nutzer kommst du auf Reporting-Ideen, an die du früher gar nicht gedacht hättest. Wie viele Suchanfragen haben mit deiner Marke zu tun, welcher Anteil kommt eher über inhaltliche Suchphrasen? Das und vieles mehr steht dir offen.

Ich freue mich, wenn ich dir damit einen Tipp geben konnte. Übrigens: Falls du Fragen zu den Tarifen und Preisen von Supermetrics hast, komm gern auf mich zu. Ich habe da noch eine interessante Info, die ich gern im persönlichen Kontakt weitergebe.

Überbewerte nicht einzelne Metriken

Ich habe schon viele Unternehmen strategisch im Web begleitet. Dazu gehörten immer auch exakte Auswertungen der Leistungsdaten. Das bedeutet: Wir fragten uns nicht nur, wie sich die Anzahl der Website-Besucher entwickelt. Wir schauten uns auch die vermutete Qualität des Besucherverkehrs an. Wie lange bleiben die Nutzer auf der Homepage? Wie viele Seiten klicken sie im Durschnitt an, während sie da sind? Und: Kommen die Website-Besucher ein zweites Mal?

Genau hier liegt ein Problem. “Wiederkehrende Besucher”, diese Metrik wurde in einem meiner Projekte zu einer Art Fetisch. Die Anzahl der wiederkehrenden Besucher sollte höher werden. Das war ein ganz wichtiges Ziel. In jedem monatlichen Treffen wurde darüber diskutiert: “Haben wir mehr wiederkehrende Besucher?”

Ich denke: Das ist Bockmist. Denn ob ein Besucher wiederkehrend ist, lässt sich nicht sicher prüfen. Viele Internetbenutzer haben Werbeblocker. Sie nutzen Privatsphäre-Plugins. Sie lassen ihren Browser keine Cookies speichern. Sie nutzen heute ihr Smartphone, morgen ihr Notebook.

Wir können nicht zuverlässig sagen, ob ein Benutzer unserer Website “wiederkehrend” ist. Die Metrik ist einfach nicht sinnvoll zu messen.

Ähnlich verhält es sich mit der Bounce Rate. Dazu demnächst mehr.

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