2021: Jahr des Online Business - Bernhard Jodeleit
Skizze: Personen arbeiten am Jahr 2012

2021: Jahr des Online Business

Seit Jahrzehnten helfe ich Unternehmen dabei, sichtbarer zu werden. 2021 füge ich diesem wichtigen Teil meiner Arbeit neue Aspekte hinzu: die Direktheit, das persönliche Coaching für Einzelpersonen, erfahrene und angehende Selbstständige, Gründer, Unternehmer, aber auch Angestellte in PR und Marketing. Die Plattform dafür habe ich mir als Weihnachtsgschenk gegönnt und die Feiertage genutzt, sie aufzusetzen. jodeleit.com ist ab sofort eine persönliche Plattform für Kurse und Coaching in den Bereichen Onlinemarketing und Online Business. Meinem Agenturgeschäft mit der von mir gegründeten Lots of Ways GmbH stelle ich ein eigenes publizistisches Angebot zur Seite, das individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse seiner Leserinnen und Leser eingeht.

Nachdem ich 2010 und 2012 “Social Media Relations” herausgegeben hatte, begannen zehn Jahre, in denen ich Hunderte Meetings, Seminare, Workshops, Webinare vorbereitete und umsetzte. Ich habe viele von ihnen in angenehmer Erinnerung. Meist war das Feedback hervorragend, ganz selten mau, doch nahezu immer – insbesondere bei Formaten für Einsteiger – war ein Teil der Rückmeldung auch: “Das war unheimlich viel Stoff, über den ich jetzt erst einmal nachdenken muss, und ich hoffe, dass ich vieles davon auch in meiner täglichen Arbeit nutzen und umsetzen kann.”

Allzu oft verlor sich im Anschluss der Kontakt, insbesondere, wenn es sich um ein Format mit ein, zwei Dutzend Personen handelte, die sich ein oder zwei Tage Zeit für Fortbildung genommen hatten. Immer wieder das Gleiche: Ich biete noch an, bei Fragen zur Verfügung zu stehen, schicke Folien und Links zu vorgestellten Tools und Best Practices hinterher, und dann verliert sich der Kontakt erst einmal. Manche meldeten sich später wieder, manchmal sogar als Agenturkunden, doch bei vielen anderen frage ich mich, was eigentlich daraus wurde.

Das steht im Kontrast zu dem höheren Rückkopplungsfaktor, den mein erwähntes Fachbuch “Social Media Relations” für mich persönlich damals hatte. Ich weiß noch, wie sehr ich mich einmal freute, als ich, damals zu fischerAppelt-Zeiten, in das Büro einer Kommunikationschefin kam und dort mein Buch auf dem Schreibtisch sah. Das Schöne war nicht nur, dass es dort lag. Was ich nie vergessen werde ist, dass dort unglaublich viele Posts-Its zwischen den Seiten hervorschauten. Das Buch war vollgeschrieben mit unheimlich vielen Anmerkungen. Für mich ein zutiefst sinnhaftes Gefühl. Sylvia hatte sich mit dem Buch beschäftigt. In den Gesprächen über das konkrete Projekt konnten wir an ihre Rückfragen, Ideen und Anmerkungen zum Werk anknüpfen.

Das war befriedigend und motivierend zugleich, und außerdem waren wir im weiteren Verlauf viel effizienter. Wir setzten Strategien und Maßnahmen im Bereich Onlinemarketing in atemberaubender Geschwindigkeit um, da wir eine fachliche Basis und Struktur hatten.

Mehrfach dachte ich in den vergangenen Jahren daran, ein weiteres Buch auf den Markt zu bringen. An Ideen mangelte es nicht. Doch inzwischen, gerade nach dem zu Ende gehenden Umbruchjahr 2020, sind wir, glaube ich, weiter. An die Stelle des angedachten Buches tritt diese Plattform. Sie bedeutet mir nicht nur genausoviel, sondern, wenn ich ehrlich bin, noch mehr als der Gedanke an eine weitere ISBN-Nummer.

Vorausschicken möchte ich: Bücher sind wichtig. Für mich ist eine Tätigkeit als Buchautor nach wie vor erstrebenswert. Manchmal träumte ich sogar schon davon, hauptberuflich Autor zu werden. Bücher sind Gesprächsgrundlage. Für den Autor ist ein erfolgreiches Buch, wie es “Social Media Relations” damals war, auch Türöffner. So unglaublich viel ergab sich aus der Fachveröffentlichung, unter anderem die jahrelange, für mich bahnbrechende Tätigkeit für Coca-Cola Deutschland und andere Unternehmen. Daraus wiederum wurden mehrere PR-Preise, meine spätere eigene Selbstständigkeit, vieles mehr.

Warum also “sind wir inzwischen weiter”, und was verstehe ich darunter? Lass es mich kurz erklären: Schon damals, als ich “Social Media Relations” auf den Markt brachte, schrieb ich in der Entstehungsphase, es sei “ein Buch, das zuhört”. Ein, zwei hämische Kommentare blieben nicht aus. Wie, ein Buch, das zuhört, was ein Stuss. Hörbuch, darunter konnte man sich damals schon etwas vorstellen. Aber “zuhörendes Buch”? Doch die hämischen Kommentare verstummten, als klar wurde, dass ich das ernst meinte, das mit dem “zuhörenden Buch”. Ich veröffentlichte zahlreiche Auszüge aus dem Manuskript vorab in meinem Blog (Jahre später sollte man so etwas “Lead Magnet” nennen), und ich kündigte an und löste auch ein, dass die Blog-Kommentare wiederum Eingang ins Buch finden würden. Das kam gut an und funktionierte ganz wunderbar. Einerseits inhaltlich, denn das Buch profitierte davon. Andererseits auch als Marketinginstrument. Denn durch die frühzeitige Einbindung relevanter Influencer stießen die später angebotenen Rezensionsexemplare auf reges Interesse und, das war sehr schön, auch überwiegend ganz tolles Feedback.

Genau diese Dialogorientierung kann eine Plattform wie die, auf der du dich gerade befindest, noch viel kontinuierlicher bieten, als ein Buch das zu leisten vermag. Meine Kurs- und Coaching-Plattform soll nicht nur ein redaktionelles Angebot werden, in dessen Rahmen ich Wissen weitergebe und Interessierten dabei helfe, an Reichweite, Reputation, Kundengewinnung und Kundenbindung zu arbeiten. Sie soll auch eine Plattform sein, die zuhört. Genau wie damals das Buch, das zuhörte. Ich habe vor, Rückmeldungen und Wünsche direkt in die Erarbeitung der Kurs- und Coaching-Inhalte einfließen zu lassen. Und: Diese Plattform soll nicht nur zuhören. Sie soll auch reagieren. Anreichern. Aufnehmen und weiterdenken. Dabei möchte ich die Extra-Meile gehen, Rückmeldungen nicht innerhalb einer Kommentierfunktion abhandeln, sondern dieselben zum Standbein der redaktionellen Planung meiner Inhalte machen. Mit anderen Worten: Was von euch hier an Fragen, Wünschen, Anregungen, Korrekturen, Lob und Tadel kommt, soll direkt in meine Arbeit einfließen.

Vielleicht noch eine Klarstellung: An meiner Tätigkeit im Rahmen der Lots of Ways GmbH, mit meinen Partneragenturen und für meine Kunden ändert sich nichts. Ich habe nur einfach große Lust, ganz viel von dem Wissen, das nicht kundenexklusiv ist, an Menschen weiterzugeben, die damit etwas anzufangen wissen. Die sich damit selbstständig machen oder erfolgreich werden. Die online wachsen wollen, ohne sich selbst zu verbiegen.

Was denkst du, ist das eine Idee, auf der sich aufbauen lässt? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

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